Klaus Töpfer

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Klaus Töpfer setzte sich während seiner politischen Karriere mit großer Wirksamkeit für den Schutz der Umwelt ein. Hier einige Bespiele seines Wirkens: 


Aus heutiger Sicht ist es nicht mehr nachvollziehbar: das Fahrbenzin wurde mit einer bleihaltigen Substanz versehen. Bei der Verbrennung im Fahrzeugmotor gelangte Blei fein verteilt in die Umwelt und vergiftete so Böden, Wasser und Luft. Klaus Töpfer setzte das Bleibenzingesetz durch, was die Verwendung des bleihaltigen Additivs verbot. Wir können dadurch heute „bleifrei“ aufatmen.


Für den Umweltschutz ebenfalls sehr wichtig war die durch Klaus Töpfer implementierte Kreislaufwirtschaft. Speziell Kunststoffe sollten nicht einfach nur aus Erdöl und Erdgas hergestellt werden und nach einer einmaligen Verwendung entsorgt werden. Stattdessen initiierte Klaus Töpfer die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Stoffe, auch Kunststoffe sollen in diesem Konzept gesammelt und möglichst einer Wiederverwendung zugeführt werden. Das Symbol für die Kreislaufwirtschaft ist der uns allen bekannte „Gelbe Sack“. Die Kreislaufwirtschaft bezieht sich heute nicht nur auf Verpackungskunststoffe sondern regelt in allen Wirtschaftsbereichen die Verwendung und die Entsorgung von Rohstoffen, mit der Absicht, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Emissionen bei der Entsorgung zu minimieren. Ein Konzept, dass durch Klaus Töpfer eingeführt wurde.


Eine seiner ebenfalls hervorzuhebenden sehr großen Leistungen ist das sogenannte FCKW-Verbot. FCKW sind Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, die früher Bestandteil eines jeden Kühlschranks und jeder Klimaanlage und jeder Autoklimaanlage waren. Nachdem erkannt wurde, dass die Chlor-Komponente darin in der Atmosphäre zum Abbau der uns Menschen schützenden Ozonschicht führt, konnte Klaus Töpfer ein weltweites FCKW-Verbot dieser Stoffklasse durchsetzen. Das schwierige an dem Unterfangen war damals, dass über die Faktenlage gestritten wurde und außerdem starke Interessengruppen die Risiken heruntergespielt haben. Trotzdem gelang dieses FCKW-Verbot. Hierfür gebührt ihm größte Anerkennung, denn eine Fortsetzung der FCKW-Emissionen in die Atmosphäre würden direkt unserer Lebensgrundlagen nachteilhaft betreffen.


Jede Zeit hat seine eigenen Herausforderungen in Bezug auf die Abwendung von umwelt schädigenden Einflüssen. Auch heute gibt es, vielleicht mehr noch als in vergangenen Zeiten, Umweltrisiken, die im Spannungsfeld von Interessenkonflikten und vor dem Hintergrund unsicherer Erkenntnislagen erst noch ausgefochten werden müssen. Hierzu ist es gut, wenn gut ausgebildetes Fachpersonal herangezogen wird und die Faktenlagen zwischen befreundeten Forschungseinrichtungen ausgetauscht werden. Höxter sei das Klaus Töpfer-Umweltsymposium ein idealer Ort.


Aus gutem Grund hat sich Prof. Klaus Töpfer Zeit seines Lebens die Hochschule seiner Heimatstadt mit ihren umweltbezogenen Studiengängen und Beiträgen für die Daseinsvorsorge unterstützt und gefördert. Was würde er wohl gesagt haben, dass dieses , dass „sein“ Umweltsymposium als Kommunikationsplattform der umweltbezogenen Wissenschaften dient? Es ist allen Beteiligten Ansporn und Ehre, dass dieses Symposium seinen Namen tragen darf.


Aktionskreis Lehre am Hochschulstandort Höxter, 1.12.2025.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.